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Samstag 7. November 2009


Gemeinsamkeit wird groß geschrieben




Bei der Jahreshauptversammlung des Sportverbundes im Clubhaus des TC am Volkswald konnte der Vorsitzende Uli Kromer neben 19 Delegierten aus den 12 Mitgliedsvereinen auch viele lokale Politiker begrüßen. So waren neben Ratsherr Hanslothar Kranz (CDU) auch die Bezirksvertreter Daniel Behmenburg (SPD), Gerald Janke (Die Linke), Peter Maas (Grüne), Dr. Frank Roeser (EBB) sowie Dr. Klaus Wetter (FDP) anwesend, um sich ein Bild von der Interessengemeinschaft Werdener Sportvereine zu machen.  Leider galt es auch, der Toten des letzten Jahres zu gedenken. Hier nannte Kromer stellvertretend Willi Müller von den Schachfreunden Werden, der dem Gedanken einer Gemeinschaft Werdener Sportler stets sehr positiv gegenüber gestanden hatte. Zum Wesen des Sportverbundes fand Kromer deutliche Worte: „Wir arbeiten mit- und füreinander, gewiss nicht gegeneinander!“ So sei die Aufgabe des Sportverbundes vornehmlich die Stärkung der einzelnen Vereine. Das Projekt laufe gut an, deswegen seien ja zu den sieben Gründungsvereinen noch fünf weitere Clubs dazu gekommen, mittlerweile „betreue“ der Sportverbund weit über 4.000 Werdener Sportler. Der erste gemeinsame Aktionstag hatte eine sehr gute Resonanz. Turnnachwuchs und junge Judoka, Tennisanfänger und Bambinikicker begeisterten das überraschend zahlreiche Publikum im Festzelt. Auch im nächsten Jahr wird zu Pfingsten wieder solch eine Präsentation der Sportvereine durchgeführt, dann auch noch besser organisiert. Dazu Schriftführer Daniel Henschke: „Es war ja ein Versuchsballon. Ich denke, wir können sehr zufrieden sein, doch es geht immer besser!“  Für den HTK lobte Georg Valentini die Moderation durch Lothar Rust und erklärte, dass der Aktionstag erstaunlich viele Neuanmeldungen in seinen Verein gespült habe. Für das Kulturjahr 2010 hat sich der Sportverbund zahlreiche weitere Betätigungsfelder vorgenommen:   So begeht die Halle im Löwental ihr 20jähriges Bestehen, hier ist eine sportliche Aktion in Verbindung mit einem Sommerfest angedacht, besonders der überaus engagierte Hallenwart Hautz und seine Ehefrau sollen hier gewürdigt werden. Ratsherr Hanslothar Kranz bekräftigte, dass die Halle weiterhin ein Schatzkästchen sei. Der Sportverbund bekommt ein dynamisches Logo, hat bereits eine Künstlerin angesprochen, ein Grafiker soll sich Gedanken machen. Die Werdener werden zum Sportabzeichen aufgerufen, mit WTB, HTK und Wanderfalke bieten ja gleich drei Mitgliedsvereine die Abnahme dieses Ehrenabzeichens an. Der Vorstand wurde bei der Gründung für zwei Jahre gewählt, steht also erst 2010 wieder zur Wahl. Als Kassenprüfer wurden Gisela Haymann (Gut Ziel) und Christian Bach (Kanu- und Angelfreunde) einstimmig gewählt. Bedrohlich schweben weiterhin der Masterplan Sport und das Bädergutachten über dem Werdener Sport. Die Sportanlagen Im Löwental, Am Volkswald und das Stadtbad sind in Gefahr. Hier sind die Politiker gefragt, auch in Zukunft für optimale Voraussetzungen zu sorgen. Kromer machte noch einmal deutlich: „Wir reden hier von über 4.000 Bürgerinnen und Bürgern. Es wird sich herumsprechen, wie mit den Werdener Sportlern umgegangen wird. Es wurden zwar viele Gespräche geführt, doch trotz guter Argumente tat sich nichts. Aber gerade bei der intensiven Jugendarbeit unserer Vereine kann man unmöglich am grünen Tisch entscheiden. Besonders im Vorfeld fehlte der Kontakt zu den Vereinen, hier hat die Verwaltung nachlässig agiert“. Es sei einfach traurig, dass so manche Sportanlage verkomme. Die Vereine hätten ja schon seit Jahren namhafte Investitionen in notwendige Instandsetzungen getätigt, doch von der Gegenseite käme zu wenig. Kromer sprach für die Mitglieder: „Also wird in Zukunft der Sportverbund verstärkt seine Stimme erheben!“ Dr. Frank Roeser warf ein, dass sein SC W-H sich von Verwaltung und ESPO im Stich gelassen fühlte und der Sportverbund damals nicht eingriff. Doch nun sei das anders, versicherte Schatzmeister Lothar Rust, mittlerweile sei der Sportverbund etabliert und habe auch entsprechendes sportpolitisches Gewicht. Genau dieses Gewicht forderte Peter Büker von der SG Werden 80 ein, denn sein kleiner Verein sei bei den Verhandlungen nicht ernst genommen und regelrecht erpresst worden. Ständig hieße es von der Stadt: „Kein Geld!“ aber gleichzeitig würden unnötige Ausgaben getätigt. Herr Janke von der Linken berichtete aus Berlin, wo die Sportler durchaus schon einmal in eine Sitzung einmarschiert seien: „Die Kraft der Masse kann so einiges bewegen“. Die Bezirksvertreter wären „mit dem Klammerbeutel gepudert“, wenn sie sich nicht für den Sport einsetzten. Das sahen seine politischen Kollegen genauso. Dr. Wetter kündigte an, dass ein von CDU und FDP aufgestellter Aufgabenkatalog auch viele Aspekte des Sports enthielte: „Wir werden im neuen Jahr auf den Sportverbund zukommen!“ Willi Hohmeister vom Tennisklub am Volkswald mahnte an, nicht nur zu reden, sondern sich auf gezielte Aktionen zu fokussieren: „Wir müssen uns zu Wort melden!“ Auf Antrag von Dr. Roeser wird sich der Verein eine Internet-Domain mit einprägsamen Namen sichern und eine informative Homepage gestalten. Hier sollen Verlinkungen mit allen Mitgliedsvereinen, ein Pressespiegel sowie ein gemeinsamer Kalender das Gemeinschaftsgefühl weiter stärken. Frank Struck von der KG Wanderfalke lud zur Saison-Abschlussfeier am Samstag 14. November ein, Charles Albrecht – Loyns von Gut Ziel würde gerne eine Umfrage über Mitgliederstärken und Beitragsgestaltung führen. Hier unterstützte ihn Daniel Henschke vehement: „Wir werden immer häufiger damit konfrontiert, dass sich Mitglieder aufgrund von Hartz 4 keinen Beitrag mehr leisten können, hier sind wir mit  sozialverträglichen Lösungen gefragt“. Der Vorsitzende Ulrich Kromer beendete die Versammlung und wünschte Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und weiterhin viel Energie für ihre Vereinsarbeit.